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Turnierhundsport (THS)

Details

Der Turnierhundsport ist wohl die Sparte, die an den Hundeführer die größten sportlichen Anforderungen stellt. Gleichwohl ist es ein Sport für Jung und Alt, denn gewertet wird in verschiedenen Altersstufen und nach Geschlechtern getrennt, da beim THS nicht nur die Leistung des Hundes, sondern auch die Leistung des Hundeführers bewertet wird.

Huerdenlauf im THS

Die passende Kurzbeschreibung für Turnierhundsport dürfte wohl "Leichtathletik mit Hund" lauten.

Diese Sportart ist für Menschen jeder Altersgruppe geeignet. Er bietet sich für jeden Hundebesitzer und jede Hundebesitzerin als idealen Fitness- und Freizeitsport an. Vor allem die Bewegungsbedürfnisse triebstarker und agiler Hunde, die sich bei diesen Übungen richtig ausleben können, schaffen einen Ausgleich zwischen Alltagsstress und Hobby.

Die startenden Hunde müssen mindestens 18 Monate alt sein und die Begleithundeprüfung ist Pflicht.

Die Sprunganforderungen sind so gewählt, dass jeder gesunde Hund diesen Sport betreiben kann. Auch sehr große Hunde, die für das Agility weniger geeignet sind, können im Turnierhundsport erfolgreich und mit viel Spass geführt werden.

Wie bei jeder Hundesportart sollte es selbstverständlich sein, dass vorher geklärt wird, ob der Hund die an ihn gestellten Anforderungen gesundheitlich erfüllen kann.

Es gibt sieben verschiedene Disziplinen:

Vierkampf 1 (VK 1)

Die schwierigste Form eines Wettkampfes ist der wohl der Vierkampf. Hier werden sowohl eine Gehorsamsprüfung wie auch drei technische Disziplinen vom Team verlangt.

Hindernislauf im THS

Beim Vierkampf muss man sich - wie der Name schon sagt - in vier verschiedenen Disziplinen bewegen. Der Vierkampf besteht aus den Gehorsamsübungen (ähnlich der ehemaligen Begleithundeprüfung jedoch ohne Gruppe und Ablage). Hierzu gehört eine Leinenführigkeit, eine Freifolge so wie eine Sitzübung aus der Bewegung (!) und eine Ablage aus der Bewegung (!) mit anschließendem Heranrufen.

Anschließend an die Gehorsamsübungen folgt der Hürdenlauf, bei dem auf einer Strecke von ca. 50 Metern drei 40 cm hohe Hürden, deren Stangen locker aufliegen, vom Hund übersprungen werden müssen. Der Hundeführer läuft auf möglichst gleicher Höhe nebenher. Für Stangenabwürfe oder nicht gesprungene Hürden gibt es Punktabzug, zusätzliche Punkte für einen ohne Leine geführten Hund. Der jeweils langsamere Partner (Hund oder Hundeführer) ist - wie überall im THS - ausschlaggebend für die Zeitmessung. Es gibt zwei Durchläufe.

Als drittes folgt der Slalomlauf. Hier wird der Hund - wieder mit oder ohne Leine - durch einen mit Stagen abgesteckten Zick-Zack-Kurs geführt, wobei Hund und Hundeführer durch die 7 Tore (1,40 m breit) laufen müssen. Läuft einer von beiden vorbei, gibt es Punktabzug. Der Slalom wird zweimal gelaufen, die Bewertung erfolgt genauso wie beim Hürfenlauf.

Als letzte Teildisziplin folgt der Hindernislauf, bei dem der Hund auf einer Strecke von 75 Metern (in der Regel in gerader Linie) 8 verschiedene Hindernisse zu überwinden hat. Der Hund kann mit oder ohne Leine geführt werden, letzteres bringt zusätzliche Punkte. Wenn Fehler passieren (Stangenabwurd oder Vorbeilaufen an einem Hindernis) gibt es Punktabzug. Der Hindernislauf muss ebenfalls zweimal gezeigt werden.

Vierkampf 2 (VK 2)

Huerdenlauf im VK2

Der Vierkampf 2 wird auf der Basis des Vierkampf 1 gelaufen, jedoch mit höhreren Leistungsanforderungen. Der Hund wird im Vierkampf 2 nur ohne Leine geführt, im Gehorsamsteil kommt noch eine Stehübung dazu.

Der Hürdenlauf wird nicht in zwei einzelnen Durchgängen gelaufen, sonder nur einmal, allerdings mit Hin- und Rücklauf und Drehung bei einer Wendestange und der Hundeführer muss mit über die Hürden springen. Die Bahn ist hier auch nur ca. 40 Meter lang. Hürden- und Hindernislauf entsprechen den Läufen des Vierkampf 1.

 

Hindernislauf im THS

Hindernislauf (HL)

Der Hindernislauf aus dem Vierkampf kann zusätzlcih auh als ein eigener Wettbewerb ausgeschrieben werden. Die Regeln sind die gleichen wie in den Vierkämpfen.

Geländelauf (GL)

Es gibt 2000 Meter und 5000 Meter Geländeläufe, die natürlich nach Altersklassen und Geschlechtern getrennt gewertet werden. Die Hunde müssen beim Geländelauf an der Leine (Geländelauf) oder am Bauchgurt (Geländelauf plus) geführt werden. Mittlerweile darf man auch walken.

 

CSC im THS

Combinations-Speed-Cup (CSC)

Der CSC ist mit einem Staffellauf vergleichbar, bei dem zunächst das erste Team (Hund und Hundeführer) die erste Sektion absolviert, sobald es am Ziel ist läuft das zweite Team die zweite Sektion und der Schlussläufer im Anschluss die dritte Sektion. Entscheidend ist die Laufzeit aller drei Teams zusammen. Strafsekunden gibt es für Stangenabwürfe, Vorbeilaufen an Hindernissen und sonstige Fehler.

Beim Einzelwettkamp läuft ein einziger Hundeführer mit seinem Hund alle drei Sektionen, beim Familienwettkampf läuft ein in der Familie gehaltener Hund jede Sektion mit einem anderen Familienmitglied.

Qualifikations-Speed-Cup (QSC)

Beim QSC werden zwei identische Parours aufgebaut und jeweils zwei Teilnehmer laufen zeitgleich los. Nach dem K.O.-System kommt der jeweils Schnellere der beiden Teams eine Runde weiter. Der Parcoursaufbau ist mit Meterangaben und einer Aufbauskizze in der Turnierordnung des DVH vorgeschrieben. Leider wird der QSC sehr selten angeboten, da die Geräte alle in doppelter Ausführung vorhanden sein müssen.

Zunächst wird eine Qulifikationsrund gelaufen, nach deren Ergebnis die Zusammensetzung der gegeneinander startenden Teams festgelegt wird.

Anders als beim Vierkampf oder dem Hindernislauf müssen beim QSC ausgelassenen Hindernisse wiederholt werden. Sollte dies versäumt werden erfolgt eine Disqualifikation dieses Teams.

Shorty

Shorty im THS

Der Shorty ist eine verkürzte Form des CSC, bei dem zwei Sektionen kreuzweise zueinander aufgebaut sind.
Es laufen zwei Teams in einer "Mini-Mannschaft", deren Gesamtzeit zählt. Wie beim CSC startet zunächst nur ein Hundeführer mit seinem Hund, der zweite darf erst loslaufen, wenn der erste seine Bahn vollendet hat. Die Fehler werden als Strafsekunden der Laufzeit hinzu gerechnet.
Shorty heißt nicht, dass die den Sport ausübenden Hunde noh klein sind!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wettbewerbe im THS gibt es auf Kreis-, Landes- und Bundesebene, wobei die Qualifikation für dei Bundessiegerprüfung jedes Jahr neu erworben werden muss.

   

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